Heidelbeer-Buttermilch-Muffins ZF

Sonntag, der klassische Tag für Familienbesuch und Kuchen. Ich hab ja schon einiges experimentiert, und um ehrlich zu sein, meine „Zuckermäuse“ waren nicht immer begeistert 😉

„Geh Mama, kannst nicht an g´scheiten Kuchen backen?“

Puh, da komm ich dann in Gewissenskonflikte. Weil ich hab meine Mäuse ja lieb, und möchte sie natürlch verwöhnen. Andrerseits hat der Begriff „verwöhnen“ für mich auch etwas mit gut, gesund, wohltuend zu tun. Jetzt hab ich so viel gelesen, zu dieser „Zucker-Sache“, dass sich das für mich grad nicht vereinen lässt. Also guter Rat teuer.

Sicher eine Situation die „Zuckerreduzierer/ Zuckerfreipilger“ gut kennen: Der Kontakt mit dem sozialen Umfeld. Für Freunde kochen ist da tendenziell einfach, das macht man nicht so oft, aber die Familie, die kann einen fordern. Ich bin wirklich dankbar, dass im Grunde alle der Idee vom zuckerreduzierten Leben augfeschlossen gegenüber stehen (meinen Partner hab ich sogar schon fast ganz auf meine Seite gezogen -juhuuu *gg*)!

Es hilft natürlich wenn man miteinander tolerant umgeht, sie lassen mir meinen Vogel und ich lass ihnen den ihren 😉 (natürlich nicht ohne zu predigen wie gesund „zuckerfrei ist“*gg*). Ich denk, wenn da täglich eine Diskussion entbrennen würde, dann wär das wirklich ein schwerer Weg.

Nachdem ich aber auch ein ausgesprochener Sturschädel sein kann, wenn ich von etwas überzeugt bin, hab ich wieder ein Experiment gestartet.

Ich hab mir gedacht, es muss doch möglich sein, jegliches Kuchen- oder Muffinrezept zu backen, und einfach den Zucker 1:1 gegen Dattelmus zu tauschen und das Weizenmehl gegen das feine Dinkelmehl. gesagt getan, seht selbst:

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Zutaten:

1 Ei

150g Dattelmus

1Tl Zitronen-oder Orangenabrieb

Vanillemark von 1 Schote

1 Messerspitze voll Zimt

100g zerlassene Butter

250ml Buttermilch

250g feines Dinkelmehl

1Pck. Backpulver

250g Heidelbeeren

außerdem: Papierförmchen für Muffins

 

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Zubereitung:

Alle Zutaten (ich hab sie der Reihe nach zugefügt) cremig verrühren, enweder mit dem Handmixgerät oder in einer geeigneten Küchenmaschine.

Die Heidelbeeren dann unterheben, in der Küchenmaschine würden sie „zermantscht“.

Die Muffinformen mit den Papierformen auslegen und den Teig einfüllen.

Dann kommt alles für 20 Minuten bei 180° ins Backrohr (Ober/ Unterhitze).

Voilá, das ist die ganze Hexerei 😉

Auf dem Bild erkennt man sehr gut, dass im Kochbuch, aus dem ich das Rezept habe, die Muffins viel heller sind. Klar, Dinkelmehl und Dattelmus machen den Teig natürlich malzfarben. Jo mei 😉 Für mich kommen Geschmack und Inhaltsstoffe vor Optik (wobei mir diese natürlich alles andere als egal ist 😉 )

Da die Muffins aber nicht für mich waren, sondern genaugenommen das Miniverwöhnprogramm für meine „Zuckermäuse“ war, kam der ultimative Härtetest noch. Ich geb zu, ich war schon sehr gesapnnt auf die Reaktion. Denn meine Familie ist gnadenlos ehrlich. Wenn sie etwas nicht gut finden, dann wird das „Werk“ verrissen, keine Kritiker der Welt sind so streng.

Und: Trommelwirbel….Tataaaaaa…für GUT befunden 😉

„Ja, das ist ok, Mama die Muffins sind echt gut.“ „Sie sind zwar nicht so süss, aber schön flaumig und weich und auch saftig – fein, paaaasst!“

Na, bin ich froh, sonst wär ich auf den Dingern sitzen geblieben, und auch wenn ich gern mal einen Muffin esse, so als Sonntagsgoodie, brauch ich sie weiß Gott nicht täglich.;-)

Ich war heute also aus 2 Gründen sehr happy, einerseits weil das Sonntagsgoodie für die Sippe echt ein Goodie war (nicht auszudenken welcher Bär gesteppt hätte, wenn nicht) und meine Grundidee, Zucker einfach 1:1 zu ersetzen ist auch aufgegangen. Das werd ich weiterhin erproben und euch natürlich berichten.

Es war also ein absolut feiner Sonntag und mit diesem Blogbeitrag runde ich das für heute ab und schliesse den Tag mit einem sehr zufriedenen Lächeln.

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Ich hoff ihr seid inspiriert und probiert das Rezept aus, glaubt mir, auch für „Nicht Zuckerreduzierte“ eine Gaumenfreude. Oder ihr habt Freunde, die die zuckerfreie Welt betreten haben, denen könnt ihr, sofern sie keine Hardliner sind, das zur Jause kredenzen, sie werden sich freuen.

Lasst´s euch wie immer schmecken!

Alles Liebe

Beate

 

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