Immer wieder eine Streitfrage: Wie zuckerfrei ist zuckerfrei?

Irgendwie kommt es immer wieder zur Verwirrung an der Foodfront. Es wird darübr diskutiert, dass ja Ernährung mit Obst etc. nicht zuckerfrei ist, und, dass das „echte Zuckerfrei“ ja alles weglässt (inklusive kurzkettige Kohlehydrate wie Brot, Kartoffeln, Reis etc.). Also gibt es (wie schon erwähnt) 2 Fraktionen, die Strengen und die Liberalen (wenn ich das jetzt mal so salopp sagen darf *gg*). Was mir dabei aber fehlt ist, dass es letztlich auf die „zu-sich-genommene-Gesamtzuckermenge“ ankommt.

Zucker oder nicht Zucker das ist hier die Frage?

Sieht man sich an was der Zucker im Körper macht, wie er aufgenommen und verwertet wird, und was mit dem Überschuss passiert, dann wird schnell klar, es geht hier nicht um die Frage ob Zucker oder ob nicht, und letztlich auch nicht, aus welchem Produkt man ihn zu sich nimmt (wobei natürlich schon zu erwähnen ist, dass Zucker aus Obst unbestritten bekömmlicher für den Stoffwechsel ist als Industriezucker). Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 30-50g pro Tag. Ob ich die in Form von reinem Haushaltszucker oder eben Obst oder anderem zu mir nehme, ist dem Körper fast egal. Von Industriezucker (zb: Schokolade) hab ich halt nur ein Stück, von diversen Obstsorten mehrere Stücke, was für ein Sättigungsgefühl natürlich wesentlich ist. Zum Obst sei noch gesagt, dass die darin enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und Faserstoffe sich ebenfalls sehr positiv auf die Verstoffwechslung auswirken!

Alles Zucker oder was?

Entscheide ich mich aber für die Schoki und verzichte dafür den restlichen Tag auf anderes, so ist die Rechnung auch wieder in Ordnung. Ernährung ist ja per se keine Religion, der man blind folgen sollte Zusammenhänge erkennen und dann auch auf den eigenen Körper achten, denn jeder ist anders. Eine 50kg Frau die extem viel Sport macht „verträgt“ mehr Zucker als ein 100kg Mann der den ganzen Tag nur sitzt. Denn durch Bewegung wird der Kreislauf aus Insulinausschüttung, Cortisol Bildung und die restliche Biochemie (der Kreislauf ist sehr komplex) angeregt und es kommt zu keiner Einlagerung von überschüssigem Glykogen. Und genau darum geht es unterm Strich, den Überschuss nicht aufkommen zu lassen, denn DER wirkt sich über Jahre hinweg extrem negativ aus, der führt zu Organschäden und Krankheiten aller Art. Und davor führt er dazu, dass durch das Aktivieren der Biochemie (ich verwende diesen Begriff hier jetzt zur Vereinfachung des komplexen Zuckerverdauungsvorganges) unsere Stimmung schwankt, von Agression bis Depression spielt es die ganze Bandbreite.

Lassen wir also Übermengen an Zucker weg, stabilisert sich unsere Biochemie und damit unser Wohlbefinden . Und das recht rasch. Der Körper ist ein faszinierendes „Maschinchen“, und ich bin beeindruckt was er alles aushalten kann. Es macht aber Sinn ihn achtsam zu behandeln .

Alles Liebe Beatebitten apple on a wooden background

Foto: Fotolia

Eine interessante Studie:

https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/typ-2-diabetes-und-koerpergewicht/

 

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