Glasnudeln mit „Faschiertem“ vegan, glutenfrei, zuckerfrei

Der Sommer ist da, mehrere Tage ist es jetzt schon schön warm. Badewetter ist meistens auch Grillwetter. Seit ich überwiegend pflanzenbasiert esse, grille ich nicht mehr so gern. Klar kann man auch vegan grillen, aber das löst bei mir enden wollende Begeisterung aus. Da widme ich meine Aufmerksamkeit lieber einem Salat, einer Buddahbowl oder anderen veganen Köstlichkeiten. Wenn es heiß ist koch ich auch nicht so gern. Kennt ihr das auch? Ich bevorzuge dann die schnelle und leichte Küche. Satt mag ich schon sein, aber Völlegefühl meide ich da lieber.

Ein Experiment – vegan – low carb, geht das?

Apropos satt sein, letzte Woche experimentierte ich wieder mit meinem Speiseplan. Ich war neugierig ob und wie sich eine vegane, low carb Kost umsetzen lässt.

Nun, es ist relativ gut umsetzbar, der Speiseplan schränkte sich zwar nochmals ein, aber mit Früchtejoghurt zum Frühstück, Suppen und Gemüse zu Mittag und Hummus konnte ich mich gut bei Laune halten. Ich war anfänglich auch mit großer Begeisterung dabei. Bis am dritten Tag der Hunger kam. Und egal wie viel ich aß oder trank, er blieb. Leicht zwar, aber dauerhaft nagend. Hungrig ins Bett, hungrig aufstehen, hungrig Sport. Ihr könnt euch vorstellen, das machte keinen Spaß. Klar ich merkte natürlich, dass meine Silhouette in Richtung Minus wanderte, und ja, mein Ziel war ja auch die restlichen 3kg Coronaspeck anzubringen. Aber der Preis war mit defintiv zu hoch. Ernährung umstellen ja, Hunger NEIN, klares NEIN, no go, kann ich nicht, will ich nicht.

Hunger, will ich das?

Aber gleich aufgeben ist auch nicht my way of life…

Mein erster Versuch dagegen anzukämpfen war ein erworbenes, veganes Proteinpulver. Das an sich zeigt schon meine latente Verzweiflung, lehne ich derlei Produkte ja im Grunde ab. Nach eingehendem Studium der Inhaltstoffe kaufte ich das Pulver mit Vanillegeschmack, mit Bauchweh. Ich erklärte mir selbst, es ist nur vorübergehend, nur ein „Pflaster“. Schmecken tut das Zeug ja (nicht pur! – im Frühstücksjoghurt), dennoch blieb ich skeptisch.

Nach einer Woche brach ich das Experiment mit einem bombastischen Frühstück ab. Brot, Kipferl, Weckerl, Kohlehydrate wohin das Auge blickte und ich war seelig.

Zurück zur Gewohnheit

Seit dem Wochenende esse ich wieder nach meinem Speiseplan, überwiegend pflanzenbasiert, wenig Brot, aber dennoch Kohlehydrate, meistens in Form von Haferflocken und Weizenkleie. Das macht eindeutig mehr Spaß. Ich mache trotzdem gern Erfahrungen mit Selbsttests, wie reagiert der Körper, was gibt Energie, was nimmt sie. Zugegeben, mein bombastisches Frühstück hinterließ nicht den gewohnt leichten Energieschub. Eher fühlte ich mich ziemlich angegessen und etwas im Foodkoma. Auch eine Erkenntnis. Mein Frühstücksbreichen ist mir dann für den alltäglichen Verzehr doch lieber. Nur manchmal darf man auch zu Gunsten der reinen Genussfreude, ein bissl über die Stränge schlagen. Immer nur nach Plan ist ja auch langweilig. Letztlich kommt es eben immer auf die Mengen und die Häufigkeiten an.

Leichte Sommerküche – veganes Faschiertes & Glasnudeln

An den Wochenenden schreibe ich meistens an meiner Masterarbeit. Oft mit weniger Durchhaltevermögen als mir lieb wäre. Ich bin doch leicht ablenkbar. Aber so lange mein Zeitplan stimmt, bin ich zufrieden. Und der ist aktuell noch im grünen Bereich.

Berufsbegleitend so eine Arbeit zu schreiben ist ganz schön fordernd. Abends, wenn Zeit wäre, ist häufig mein Kopf schon leer vom Berufsalltag. Also bleiben die Wochenenden. Im Sommer etwas strafverschärft. Wenn das Wetter trüb ist, läuft das super, aber so wie die letzten Tage waren, schönstes Badewetter, da muss man ein gutes Zeitmanagement haben um von allem etwas zu haben.

Heute Vormittag war der Arbeit gewidmet, dann kochen und jetzt, nach dem Tippen dieses Beitrags schwing ich mich an den Pool. Und wenn mein Plan aufgeht, schreib ich abends noch einmal ein bissi weiter. Haltet die Daumen, dass meine Motivation erhalten bleibt.

 Rezept des Tages:

Veganes Faschiertes mit Glasnudeln und Gemüse

Veganes Faschiertes 1

Zutaten

Zubereitung

  1.  Auberginen in ca 1 cm dicke Scheiben schneiden, auf Backpapier legen und leicht salzen. So lang warten, bis sich Tröpfchen auf dem Gemüse bilden, dann umdrehen und Vorgang wiederholen. (Ich mache diese Auberginenscheiben meist auf Vorrat, sie halten gut gekühlt einige Tage)
  2. Auberginen bei ca 200° o/u Hitze im Backrohr für ca 15 Min backen (bis sie Farbe angenommen haben, eventuell einige Minuten auf Grillstufe bräunen.
  3. Zwiebel schneiden und in etwas Olivenöl anschwitzen
  4. die 2 EL Paprikamark unterrühren und das Faschierte zufügen, alles ca 5 Minuten ordentlich durchbraten.
  5. Die Teelöfferl Sojasauce einrühren
  6. Petersilie klein hacken
  7. Paprika in kleine Würfel schneiden
  8. Wasser im Wasserkocher erhitzen und die, in einer Schüssel bereit gestellten Glasnudeln einweichen
  9. Auberginen aus dem Rohr nehmen
  10. Glasnudeln abseihen
  11. Anrichten und mit etwas Salz nachwürzen

 

Veganes Faschiertes 2

Ein schnelles, leichtes und obendrein echt köstliches Essen.

Ich mach mich jetzt auf den Weg zu meiner Mama in den Garten, Sonne tanken und Akkus aufladen für die nächste Etappe zu meinem MSc.

Lasst´s euch schmecken!

Alles Liebe

Beate

Veganes Faschiertes 4

2 Gedanken zu “Glasnudeln mit „Faschiertem“ vegan, glutenfrei, zuckerfrei

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